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Drittschuldner

Was ist ein Drittschuldner?

Der Drittschuldner ist eine Person, an welche der Schuldner noch offene Forderungen hat. Dies kann beispielsweise der Arbeitgeber sein, bei dem noch Lohnforderungen offen sind. Erhält der Arbeitgeber den Vollstreckungsbescheid und die Information über eine Lohnpfändung, so wird er zum Drittschuldner. Er hat nach Zustellung zwei Wochen Zeit, die Erfolgsaussichten der Vollstreckung über eine Drittschuldnererklärung zu erklären.

Welchen Inhalt hat die Drittschuldnererklärung?

Der Drittschuldner muss erklären,  ob und inwieweit er die Forderung anerkennt und zur Zahlung bereit ist oder ob ggf. andere Personen Ansprüche an die Forderung angemeldet haben oder ob diese bereits durch andere Gläubiger gepfändet wurde.

Ist der Arbeitgeber Drittschuldner, so müssen Familienstand, Steuerklasse sowie eventuelle Unterhaltspflicht und durchschnittliches Einkommen offen gelegt werden. Der Gläubiger soll durch die Drittschuldnererklärung Kenntnis darüber erlangen, ob seine Pfändung Erfolgsaussichten mit sich bringt.

Ist der Drittschuldner verpflichtet, die Drittschuldnererklärung abzugeben?

Der Drittschuldner hat eine Auskunftspflicht. Kommt er dieser nicht, nur unvollständig oder verspätet nach, so haftet er gegenüber dem Gläubiger für den daraus entstandenen Schaden. Einklagbar ist der Anspruch auf Abgabe der Drittschuldnererklärung hingegen nicht.